Newsartikel - Ein Jahr im Weinberg

Datum: Sonntag, 02. September 2012

Einleitung:

 

Ein Jahreszyklus in Weinberg - die Rebe und der Winzer


Inhalt:

Das Jahr der Rebe und des Winzers

 


Frühling

März

Die Arbeit des Winzers: Düngung

Der Weinstock bezieht seine Nährstoffe oft über 40 Jahre lang aus ein und demselben Stück Boden. Die durch die Ernte verlorengegangenen Nährstoffe müssen also dem Boden zurückgegeben werden, damit dieser wieder Reserven aufbauen kann. Die Düngung fördert die Entwicklung der dort wachsenden Pflanzen und deren Früchte und macht sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Frost.

Der Wachstumszyklus der Weinrebe - Die Rebe erwacht zum Leben.

Der in den Pflanzen aufsteigende Saft tritt an den Stellen aus, an denen die Rebe im Winter beschnitten worden ist. Das Wurzelsystem der Pflanze ist aus dem Winterschlaf erwacht.

April

Die Arbeit des Winzers: Bodenbearbeitung

Der Rebstock und der Wurzelbereich werden von der angehäufelten Erde befreit, die zwischen die Reben gekippt wurde. Hierdurch wird zum einen das Unkraut unter einer Erdschicht begraben und zum anderen verbessert diese Methode die Bodenbelüftung und erleichtert das Versickern des Regenwassers.

Unkrautvernichtung bzw. Bearbeitung des Unterbewuchses

Im konventionellen Weinbau wird durch das Ausbringen von Herbiziden das Wachstum des Unkrautes gehindert oder zum Absterben gebracht. Im Bioweinbau ist dies nicht erlaubt. Hier wird der Unterbewuchs abgemäht, untergepflügt oder durch Nutztiere abgeweidet.

Der Wachstumszyklus der Weinrebe - Der Austrieb -

 


Vigne - Stade deux feuilles étalées

Die Augen beginnen zu sprießen und öffnen sich durch die Einwirkung der Feuchtigkeit und einer Temperatur von um die 10°C. Die schützenden Knospenschuppen öffnen sich, das Auge befindet sich nun im Wollestadium. Das Wachstum der Rebe beginnt. Zartgrüne Triebe werden sichtbar und sobald sich der Boden ein wenig aufgewärmt hat, beschleunigt sich das Wachstum der Blätter

Mai

Die Arbeit des Winzers: Krankheits- und Schädlingsbekämpfung

Die Weinrebe wird durch Krankheiten bedroht, die durch Pilze oder seltener durch Viren und Bakterien hervorgerufen werden. Der Winzer begegnet diesem Risiko mit zahlreichen Gegenmaßnahmen, die sich vom Frühling bis zum Ende des Sommers erstrecken können.

Juni

Der Wachszumzyklus der Weinrebe - Die Blüte

Wenn die Temperaturen 20°C erreichen beginnt die Blüte, die zehn Tage dauert und während der sich die Blüten voll entfalten. Der Zeitpunkt der Blüte hat entscheidenden Einfluss auf das Datum der Weinlese.

Der Fruchtansatz

Aus einer bestimmten Anzahl befruchteter Blüten entwickeln sich Beeren. Man spricht hierbei vom Fruchtansatz. Die nichtbefruchteten Blüten fallen ab. Sind die Temperaturen zu niedrig, kann es passieren, dass eine große Anzahl von Blüten abfallen und so einen empfindlichen Ernteverlust verursachen.

Die Arbeit des Winzers: Die Führung der Rebe

In Weinbergen, in denen die Rebe an Drähten geführt wird, ist es nun an der Zeit, die Jungtriebe bzw. die Fruchttriebe anzubinden.

Juli/August

Das Zurückschneiden: Die stetig wachsenden Triebe werden zurückgeschnitten, da sie einen Großteil der Nährstoffe verbrauchen, die für die Trauben notwendig sind.

 August

Die Arbeit des Winzers: Das Auslichten des Blattwerks

Um die Sonneneinstrahlung auf die Trauben zu vergrößern und so deren Färbung und Reife zu verbessern, wird das Blattwerk um die Trauben herum ausgelichtet.

 


Sommer

Die Vorbereitung des Weinkellers

Gegen Ende August erreichen die Trauben Ihr Reifestadium. Der Winzer hat nun Zeit, sich um die Vorbereitung er Weinherstellung zu kümmern. Gärbottiche und alle notwendigen Gerätschaften müssen gereinigt werden.

Wachstumszyklus der Weinrebe -Der Beginn der Reifephase

Den Anfang des Sommers haben die Trauben zum Wachsen genützt, waren aber noch grün und sehr fest. Um den 15. August ändert sich die Farbe der Trauben. Je nach Rebsorte nehmen die Beeren eine intensiv violette oder eine gelblich durchscheinende Färbung an.

August/September

Die Traubenreife

Gut versorgt durch Wurzeln und Blätter steigt der Zuckergehalt in den Beeren. Der Säuregehalt sinkt und sie bekommen eine weichere Konsistenz. Der Gehalt an Tannin und an Farb- und Geschmacksstoffen erhöht sich bis zur endgültigen Reife, die je nach Art des gewünschten Weines unterschiedlich definiert wird.

 


Herbst

September/Oktober

Die Arbeit des Winzers: Die Weinlese

Der Zeitpunkt der Weinlese hängt vom Reifegrad der Trauben ab. Diese müssen gesund sein und das richtige Reifestadium erreicht haben. Heutzutage wird der optimale Reifegrad mit wissenschaftlichen Methoden bestimmt.

 

Oktober/November

Der Wachstumszyklus der Weinrebe - Der Fall der Blätter

Die Blätter ändern Ihre Farbe und fallen zu Boden. Die vegetative Ruhephase der Rebe beginnt. Seit Beginn der Reifephase der Trauben lagert die Rebe die von den Blättern produzierten Nährstoffe als Reserven in den Fruchttrieben an, die langsam verholzen. Das physiologische Gleichgewicht und die Lebensdauer der Pflanze hängen von der Menge der gespeicherten Reserven ab.

 

November/Dezember

Die Arbeit des Winzers: Das Anhäufeln

Um den Wurzelstock der Rebe wird Erde angehäufelt, um ihn vor den Winterfrösten zu schützen. Diese Arbeit muss vor den ersten strengen Frösten erledigt sein. Natürlich ist diese Arbeit in frostfreien Regionen nicht notwendig.

November bis März

Der Wachstumszyklus der Weinrebe - Die Winterruhe

Der Weinstock hat seine Blätter verloren und befindet sich in seiner vegetativen Ruheperiode.

 


Winter

Die Arbeit des Winzers: Der Rebschnitt (meist im Januar oder Februar)

Ziel des Rebschnittes ist die Kontrolle des Ertrages, er Erhalt es vegetativen Gleichgewichtes und die Langlebigkeit des Rebstocks. Diese wichtige und schwierige Aufgabe verlangt einen genauer Beobachtungsgabe und die Berücksichtigung unterschiedlicher Faktoren, die mit der Rebsorte, dem Boden und dem Klima zusammenhängen.

Ein maschineller Rebschnitt ist nicht möglich, da jeder Weinstock anders zu beschneiden ist und der Winzer hierbei die Anzahl der Triebe, das Alter des Rebstocks, die Pflanzdichte, den Ertrag der letzten Ernte, die Widrigkeiten der Witterung usw. in Betracht ziehen muss. Trotz neuer, pneumatischer und elektrischer Werkzeuge bleibt der Rebschnitt eine penible und langwierige Arbeit.

Verbrennen der abgeschnittenen Triebe

Die beim Rebschnitt gekappten Triebe werden gesammelt und verbrannt. In größeren Weingütern wird diese Methode immer seltener angewendet. Anstatt die Triebe zu verbrennen werden sie heute immer häufiger gehäckselt, kompostiert und zur Düngung des Weinberges verwendet.

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